Freisederweg 2/EG/Hof
4040 Linz/Pöstlingberg
0732/784 283
mailto:praxis@pesan.at
 
Physiotherapie Training[ aktive podologische Einlagen]VideoanalyseFussdruckmessungWellness/FitnessPreise
Leben ist Bewegung - und Bewegung ist Leben!
Leben ist Bewegung -
und Bewegung ist Leben!

 

 

Was sind aktive podologische Einlagen?

Die Podologie ist eine Einlagentechnik, die mit herkömmlichen Einlagen nicht zu vergleichen ist. Durch aktive podologische Einlagen werden Muskelketten am ganzen Körper so aktiviert, wie sie bei normalen statischen Verhältnissen am Bewegungsapparat funktionieren. Durch verschiendenste Umstände kann es zu Veränderungen der Köperstatik (Haltung) kommen. Die Fußstellung spielt bei der Aufrichtung eine wesentliche Rolle, wie man sich leicht vorstellen kann. Wenn sich die Basis (Fundament) von der Positionierung her ändert, muss sich der Körper nach oben hin zwangläufig anders ausrichten, wenn er nicht umfallen will. Der schiefe Turm von Pisa kann nicht reagieren - er wäre eines Tages umgestürzt, wenn man ihn nicht gestützt hätte.

Pesan Podologie-Video

Der Mensch ist ein vielgliedriges System, bestehend aus vielen Knochen, Gelenken und Muskeln, das noch dazu von einem unglaublich leistungsfähigen "Computer", unserem Nervensystem, gesteuert wird. Zu allem Überfluß, oder Gott sei Dank, können wir uns auch noch fortbewegen!

Technisch gesehen bestehen wir aus zwei beweglichen Säulen (die Beine), auf denen ein relativ starrer Block lagert (das Becken). Auf diesem Block steht mittig ein fragiler Turm aus vielen einzelnen Gliedern (die Wirbelsäule), die am oberen Ende eine Kugel (den Kopf) trägt. Um das System noch mehr zu fordern, hängen noch zwei seitliche Greifarme (die Arme) realtiv lose gelagert an einem Korb (Brustkorb), der auch an der Wirbelsäule hängt.

Dieses System ist realtiv stabil, wenn wir auf zwei Beinen stehen. Beim Gehen und Laufen befinden wir uns allerdings ständig nur auf einem Bein und müssen dieses Gebilde dauernd ausbalancieren. Man kann sich vorstellen, dass das vor allem deshalb nicht ganz einfach ist, weil das jeweilige Standbein nicht in seiner Verankerung zur Mitte (unter die Wirbelsäule) rutscht.

Einen Teil der Stabilität übernimmt unser passiver Bewegungsapparat (Knochen, Bänder, Gelenksstrukturen usw.), aber einen Großteil der Arbeit muss die Muskulatur übernehmen, sonst wären wir zu starr und unbeweglich. Die Muskeln können aber nur Zug ausüben, wenn sie sich zusammenziehen. Muskeln können keine Stütze geben, also nichts verstreben! Wir haben daher ein ausgeklügeltes Verspannungssystem (im positiven Sinne), das uns im richtigen Moment im Gleichgewicht hält.

Wo können Fehler auftreten?

Trendelenburg – ungenügende Schwerpunktverlagerung - Duchenne

Beim Trendelenburgphänomen sinkt der Rumpf auf der Standbeinseite zusammen und das Becken fällt auf der Spielbeinseite nach unten. Zustande kommt dieses Phänomen durch die mangelhafte Spannung von verschiendenen Muskeln am gesamten Bein.

Das zweite Bild zeigt eine unzureichende Schwerpunktverlagerung. Der gesamte Körper steht in der Standbeinphase schräg nach der anderen Seite hin. Das heißt eben, dass der Körperschwerpunkt, nicht über das Standbein gebracht wird. Man fällt mehr oder weniger in den nächsten Schritt hinein. Die Betroffenen merken aber davon nichts, weil man ja nicht plötzlich während des Gehens in der mittleren Standbeinphase stehen bleibt. Würde man das in dem Fall machen, fiele man auf die Seite.

Diese beiden Ausweichbewegungen sind typisch bei Knick-, Senk-, Spreiz-, Plattfuß zu beobachten und kommen auch in Kombination vor.

Das Duchennehinken sieht man hauptsächlich bei insuffizienter Gesäßmuskulatur. Genauer gesagt, wenn gewisse Abduktoren, Außenrotatoren und Extensoren der Hüfte nicht ausreichend spannen. Ein typisches Beispiel hierfür sind Patienten nach Hüftgelenksoperationen. Es braucht eine gwisse Zeit nach der Operation, bis die entsprechenden Muskeln wieder normal arbeiten können. Zum Unterschied zu den beiden anderen Phänomenen kommt es nicht zu einer Verdrehung der Beinachse und das Phänomen ist normalerweise mit entsprechendem Training zu beseitigen.

Vorteile der aktiven podologischen Einlagen

  • korrigierren nicht passiv, sondern aktiv
  • korrigieren die Achsen
  • lassen dem Fuß Freiheit zur Bewegung
  • sind sehr flexibel
  • behindern den Fuß nicht in der Schrittabwicklung
  • passen auch in zierliche Schuhe


Die Eckpfeiler der Stabilität

bezogen auf die Standbeinseite - in Klammer immer die wichtigsten Muskeln

  • Muskeln der Fußsohle (mm. abductor hallucis und flexor hallucis)
  • Muskeln am Unterschenkel (m. tibialis posterior)
  • Muskeln am Oberschenkel (m. vastus medialis)
  • Muskeln am Gesäß (mm. glutaeus medius und minimus, m. pririformis)
  • Bauchmuskeln (m. obliquus internus abdominis der Gegenseite und m. obliquus externus abdominis der gleichen Seite)
  • Muskeln am Rücken (m. trapezius pars ascendens auf der Spielbeinseite und über m. latissimus dorsi und fascia thorakolumbalis zurück zum Becken)


Beinachsenrotation

mm.trapezius und latissimus dorsi

mm. gluaeus med., min., piriformis

bauchmuskeln

m. tibialis posterior

m. vastus medialis


Welche Probleme können daraus entstehen?

  • Metatarsalgien
  • Fußwurzelblockaden
  • Tibialis posterior Syndrom
  • Achillodynien
  • Chondropathia patellae
  • Meniscusbeschwerden
  • Schleimbeutelentzündungen am Trochanter major
  • ISG-Blockaden
  • Bandscheibenleiden
  • Blockanden in der BWS und HWS
  • vorzeitige Gelenksknorpelabnützung
  • Muskel- und Bandschmerz

Ablauf der Anpassung von aktiven podologischen Einlagen

  • Messung der Fußdruckverteilung im Gehen und Beurteilung der Veränderungen (siehe Fußdruckmessung)
  • Videoaufnahme im Gehen (oder Laufen) mit Markern am Rücken und an den Beinen (siehe Videoanalyse)
  • Beurteilung der Achsenabweichungen
  • Einstellung der "Spur" durch anbringen entsprechender Unterlagekeile auf der Fußsohle (mit Klettbändern fixiert). Die Keile werden so lange durch erneutes gehen über die elektronische Fußdruckmessplatte verändert, bis das beste Ergebnis zu verzeichnen ist.
  • Videoaufnahme des Ganges mit den entspechenden Keilen unter den Füßen und Beurteilung der Veränderung der Achsen und der Haltung.
  • Anfertigen der entsprechenden Einlagen durch einen Orthopädie - Schuhmachermeister.